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        Realschule Lippetal

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Berufswahlvorbereitung/Orientierung (BWO)

Zum Ende der Klasse 8 oder zu Beginn der Klasse 9 lernen Schüler/innen und Eltern „ihren“ Berufsberater/“ihre“ Berufsberaterin von der Agentur für Arbeit beim Elternabend bzw. im Unterricht kennen. Der/die Berufsberater/in begleitet die Schüler während der zwei Jahre der Berufswahlvorbereitung in der Realschule. Schwerpunkte dabei sind:

 

· Kennenlernen des BIZ (Berufsinformationszentrum),

· Berufsberatung auch in der Schule (z. B. an Elternsprechtagen),

· Testtraining und Bewerbungstraining,

· Begleitung der unterrichtlichen Vorbereitung.

 

Zudem finden Betriebserkundungen statt.

 

Schülerbetriebspraktikum 

Das Schülerbetriebspraktikum in der Klasse 9

ist ein dreiwöchiges Praktikum in den

unterschiedlichsten Betrieben, mit dem

folgende Ziele angestrebt werden:

 

- Kennenlernen der Berufs– und Arbeitswelt,

- Bessere Beurteilung der eigenen Berufsvorstellungen,

- Vertrautwerden mit der sozialen Wirklichkeit,

- Positive Impulse für das schulische Weiterlernen.

 

Vor– und Nachbereitung des Schülerbetriebspraktikums finden fächerübergreifend in der Schule statt. Während des Praktikums werden die Schüler/innen auch weiterhin von der Schule betreut.

Hilfen für den Übergang zu weiterführenden Schulen werden zunächst durch vielseitige Informationen durch die Agentur für Arbeit und durch die Schule — insbesondere durch die Klassenlehrer/innen und die Beratungslehrerin gewährt.

Sozialpraktikum

Warum Sozialpraktikum? In den letzten Jahrzehnten hat unsere Gesellschaft versucht, hauptsächlich über die Kognition zu moralisch höherwertigem Handeln zu erziehen. In der Praxis zeigte sich jedoch sehr schnell, dass das Wissen allein wenig oder gar nichts am Verhalten ändert. Im Unterricht wird zwar „über das Leben“ und „über den Menschen“ gesprochen, die konkrete Erfahrung kann aber kaum vermittelt werden. Entscheidend für sinnvolles Leben ist jedoch nicht das Wissen, sondern die Gestaltung des Lebens mit anderen Menschen. Und das kann nur auf dem Wege des Tuns gelernt werden. Die Erkenntnisse der Handlungsorientierung sind uns an der Realschule Lippetal in Unterricht und Erziehung besonders wichtig. Einen wichtigen Beitrag hierzu soll das Sozialpraktikum bilden, bei dem es in erster Linie um eine Sensibilisierung für die Lebensumstände anderer Menschen, um die Einübung einer Haltung der Solidarität und der Empathie für den Mitmenschen geht.

Wir verbinden mit dem Sozialpraktikum die Zielsetzung, dass die Schülerinnen und Schüler

· die Fähigkeit zu Solidarität, Kooperation, Kommunikation und Engagement für Menschen entwickeln, die auf Hilfe angewiesen sind,

· die Gelegenheit erhalten, sich selbst in der Begegnung mit diesen Menschen besser kennen zu lernen,

· die Erfahrungen des Sozialpraktikums zur Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung nutzen können.

 

Das Praktikum wird inhaltlich vom Religionsunterricht vorbereitet und die Schülerinnen und Schüler erhalten während des Praktikums eine Begleitung durch den Religions- bzw. Klassenlehrer. Die Teilnahme am Sozialpraktikum ist freiwillig – Schüler sollen sich bewusst für ein solches Praktikum entscheiden.

 

Die Vertreter der hiesigen karitativen Einrichtungen stellen in der Schule Einsatzmöglichkeiten innerhalb des Sozialpraktikums in ihren Einrichtung vor. So besteht z.B. die Möglichkeit, mit Behinderten oder alten Menschen zu musizieren, mit ihnen spazieren zu gehen, gemeinsam zu basteln oder zu spielen. Des Weiteren können Schülerinnen und Schüler einer Schwester bei der ambulanten Hauspflege begleiten und ihr bei der Betreuung und Pflege zu helfen. Es ist ebenso möglich, im Kindergarten zu helfen oder beim therapeutischen Reiten Unterstützung zu leisten.

Selbstverständlich besteht in Absprache mit den Religions- oder Klassenlehrern auch die Möglichkeit, andere soziale Aufgaben für einen gewissen Zeitraum zu übernehmen. So könnte man für alte Leute aus der Nachbarschaft regelmäßig einkaufen gehen oder ihnen den Rasen mähen.

Streitschlichtung an der Realschule Lippetal

Konflikte gehören zum Alltag – auch in der Schule. Oft sind Lehrer gefordert, sich in Konflikte von Schülern einzumischen und diese zu beenden, wobei sie jedoch deren Entstehung häufig überhaupt nicht verfolgen konnten. Dennoch wird von den Schülern oft ein Urteil erwartet, dass allen gerecht wird. Dabei ist nur selten Zeit, zwischen zwei Stunden näher auf die Ursachen des Konfliktes einzugehen. Es wird häufig nur ein „Waffenstillstand“, jedoch kein Frieden bzw. eine wirkliche Bereinigung des Konfliktes erreicht. Das hinterlässt Frust – sowohl bei den Lehrern wie auch bei den betroffenen Schülern.

Beim Konzept der Streitschlichtung werden die Konflikte nicht mehr beim Lehrer „abgegeben“, damit der Konflikt für die beteiligten Schüler gelöst wird. Mit Hilfe der Streitschlichter sollen die Kontrahenten in die Lage versetzt werden, ihre Konflikte eigenverantwortlich zu lösen und zwar so, dass es keinen Verlierer gibt. Denn sicher ist: Verlierer geben keinen Frieden, Sieger brauchen keinen Frieden.

 

 

Schlichten statt richten

Bei der Streitschlichtung vermitteln Schüler ab Klasse 9 als unparteiische Dritte in Streitfällen zwischen Schülern unterer Jahrgänge. Dabei fällen die Streitschlichter kein Urteil darüber, wer die Hauptschuld an diesem Konflikt trägt, sie helfen den Konfliktparteien lediglich, eine für beide Seiten akzeptable Lösung ihrer Probleme zu finden. Neben Neutralität sichern sie den Konfliktparteien auch zu, dass alles, was im Schlichterraum besprochen wird, streng vertraulich behandelt wird. Das heißt, dass der Inhalt des Gespräches weder an Freunde, noch an Lehrer oder Eltern weitergegeben wird.

Wird ein Schlichtungsgespräch durchgeführt, hören sich die Streitschlichter erst einmal die Aussagen der Beteiligten an. Jeder kommt zu Wort und darf seine Sicht des Vorfalls in Ruhe darlegen. Im Anschluss daran versuchen die Schlichter, die Konfliktparteien der Klärung des Konfliktes näher zu bringen. Sie helfen den Streitenden, die Probleme, Gefühle und Interessen des anderen besser nachzuvollziehen und verstehen zu können. Im Anschluss daran erarbeiten die Kontrahenten Vorschläge für eine Lösung des Konfliktes. Dabei sind die Fragen: „Was erwarte ich von dem anderen“? und „Was bin ich bereit zu tun“ von wesentlicher Bedeutung in dieser Phase des Schlichtungsgesprächs. Liegen die Vorschläge der Kontrahenten auf dem Tisch werden sie u. a.  danach bewertet, ob sie ausgewogen sind, die Interessen beider Seiten berücksichtigen und auch, ob sie realistisch sind. Beide Parteien sollen mit der gefundenen Lösung zufrieden sein, denn nur so kann eine Kettenreaktion des Konfliktes verhindert werden

Die getroffenen Vereinbarungen werden in ein Schlichterprotokoll eingetragen, das von allen Beteiligten unterschrieben wird. Dies erhöht die Verpflichtung wie bei einem Vertrag. Jeder der Kontrahenten erhält eine Kopie, die ihn immer wieder an die Vereinbarung erinnert. Es kann auf Wunsch auch ein Nachtreffen vereinbart werden, wo die Einhaltung der Verpflichtungen überprüft werden können.

 

 

 

Der Schulsanitätsdienst an der Realschule Lippetal

Z E U S  - Zeitung und Schule

 

Das Zeus-Projekt will den heutigen Lesefrust bei Jugendlichen

durch Unterstützung der Schulen bei Lese- und Schreib-

förderung durch Zeitungsprojekte senken.

Das medienpädagogische Projekt „ZEUS - Zeitung und Schule“ gibt es

schon seit 1997 und es richtet sich an die Klassen 8 bis 13 aller Schulformen, von der Förderschule bis zum Gymnasium. Seitdem beteiligten sich jährlich bis zu 500.000 Schülerinnen und Schüler, sogar 15.000 Lehrer, sieben Wochen lang an den ZEUS-Seiten. Die Schüler freuen sich, wenn sie ihre eigens recherchierten Artikel in der Zeitung wieder finden. Auf bis zu zehn ZEUS-Sonderseiten pro Woche werden die Artikel im Lokalteil ihrer Tageszeitung veröffentlicht. Anschließend werden alle Artikel der Nachwuchsreporter eines Projektes in einem ZEUS-Sonderdruck in ihrer eigens produzierten Zeitung zusammengefasst. Auch die Lehrer sind stolz, wenn sie bemerken, dass das geschätzte Unterrichtsmaterial, die ZEUS-Zeitung, die sieben Wochen lang als regionale Tageszeitung im Klassensatz geliefert wird, große Auswirkungen auf die Schüler hat. Denn dann wird fauler Lesefrust zur spaßigen Leselust. Außerdem ist der ZEUS-Award Ansporn für die jungen ZEUS-Reporter, sich richtig ins Zeug zu legen. Einmal im Jahr werden die besten Beiträge der kleinen Schreiberlinge von einer Jury prämiert. In den Kategorien „Bester Text“, „Bestes Bild“, „Beste ZEUS-Aktion“ und „Bester Beitrag der teilnehmenden Förderschulen“ sind für die Gewinner attraktive Preise ausgelobt. Zugute kommt den Schülern auch der Online-Auftritt von Zeitung und Schule. www.zeusteam.de macht die ZEUS-Reporter mit ihren spannendsten Geschichten ein Mal pro Woche über die Grenzen ihrer Lokalzeitung hinaus bekannt. Neben wertvollen Infos für Lehrer finden sich dort aktuelle jugendorientierte Tipps und Ratgeber.  

Die Realschule Lippetal nimmt schon sehr lange am ZEUS-Projekt teil. Im Jahr 2007 hat unsere Realschule die meisten teilnehmenden Klassen in der Region gestellt. Insgesamt haben 37 Klassen im Jahr 2007 von mehreren Schulen teilgenommen.

Unfälle geschehen überall, auch in der Schule. Oft sind die ersten Minuten entscheidend für den Erfolg der Hilfeleistung.

 

Für die Realschule Lippetal ist der Schulsanitätsdienst ein neues Projekt, das im Dezember 2008 gegründet wurde. Schüler und Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 8 hatten im Rahmen des Biologie-Wahlpflichtunterrichts einen 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs erfolgreich absolviert und ließen sich für die Idee der Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes spontan begeistern.

Gründung des Schulsanitätsdienstes am 4. Dezember 2008

Die ersten „Schulsanis“ haben mit großem Enthusiasmus in einer freiwilligen AG die Ausstattung der Schule unter die Lupe genommen und den neuen Sanitätsraum eingerichtet. Dort haben sie schon vielen Mitschülern und Mitschülerinnen helfen können, die mit kleineren Verletzungen in den Pausen zu ihnen gekommen sind. Es gab aber auch schon schwierige Notfallsituationen, die unsere „Ersthelfer“ mit großer Souveränität gemeistert haben.

Im zweiten Schulhalbjahr konnten wir sogar eine weitere Gruppe einrichten. Beide AG’s treffen sich nun abwechselnd im vierzehntägigen Rhythmus.

 

In den Arbeitsgruppen werden zum Beispiel Erste-Hilfe-Maßnahmen geübt, Einsatzpläne erstellt und Erfahrungen ausgetauscht. Anhand von Fallbeispielen führen die „Schulsanis“ praktische Übungen durch und können so ihr Wissen zur Ersten Hilfe vertiefen und erweitern. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, den Schulsanitätsraum und die Materialien zu warten und wir nehmen uns Zeit, organisatorische Fragen zu klären.

Dabei werden wir vom Jugendrotkreuz mit Rat und Tat unterstützt.

 

Die ersten praktischen Erfahrungen während einer größeren Schulveranstaltung der Realschule Lippetal haben die „Schulsanis“ beim Fußballturnier im Mai 2009 gesammelt und ihr Können unter Beweis gestellt.

Wer kann mitmachen?

 

Der Schulsanitätsdienst besteht zurzeit aus Schülern und Schülerinnen der Klassen 8, 9 und 10. Da die Zehntklässler nach ihrem Abschluss die Schule verlassen werden, nehmen wir gern neue Schüler und Schülerinnen in die Arbeitsgruppe auf.

 

Wenn du Interesse hast, mitzuarbeiten und

 

- die 7., 8. oder 9. Klasse besuchst,

- du bereit bist, an einer Erste-Hilfe-Grundausbildung

- (acht Doppelstunden) teilzunehmen oder bereits teilgenommen hast,

- für mindestens ein Schuljahr zu unserem Team gehören möchtest,

 

wende dich bitte direkt an die Kooperationslehrerin der Realschule Lippetal

Realschule Lippetal

Alte Dorfstraße 14

59510 Lippetal

 

Telefon: 02923/972310

 

Fax: 02923/972325

 

 

Öffnungszeiten des Sekretariates:

Mo. — Do.  07.30  bis  13.30 Uhr

            Fr.   07.30  bis  12.00 Uhr  

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